Mein kleines Töpfer 1 x 1

Willkommen in meinem Töpfer-Blog

Für Alle Kreativen und Mutigen die ohne viel Vorkenntnisse etwas Schönes erschaffen wollen. Mit den eigenen Händen ein kleines Wunder vollbringen, erzeugt doch viel Freude und Glück.

Ich möchte hier eine kleine Zusammenfassung über die Grundtechniken sowie die Grundkenntnisse vom Töpfern vermitteln. Ein Anreiz um es doch mal Auszuprobieren und so hoffe ich, kann ich hier für Inspirationen sorgen….

Ein paar Beispiele meiner Werke älteren Datums:

Um überhaupt loslegen zu können, sollten wir uns einen Arbeitsplatz (das kann auch der Küchentisch sein) einrichten und die erste Grundausstattung an Arbeitsmaterial anschaffen. Wir töpfern ohne Töpferscheibe, das heißt wir machen alles in Handarbeit in Aufbautechnik. Hierfür benötigen wir folgende Arbeitsmaterialien:

  • Modellierholz breit und schmal
  • Modellierschlinge
  • Abdrehschlinge
  • Gummischaber
  • Modellierschwamm
  • großen Eimer mit Deckel (zum Aufbewahren der Tonmasse)
  • alte Tücher zum Befeuchten der Tonmasse
  • kleinere Spanplatte ca. 70×50 cm gross

Kostenloses Arbeitsmaterial finden wir in der Küche wie z.B. das Nudelholz, sehr wichtig um den Ton gleichmäßig auszurollen, damit er dünn wird und schön zu verarbeiten ist. Gut geeignet ist auch der Apfelkernstecher um Löcher in das Objekt zu stechen. Ferner kann man in seiner Sammelkiste vielleicht alte Spitzendeckchen finden und im Herbst schöne große Blätter sammeln. Aber darauf geh ich später noch ein.

Voila…  Bevor es nun losgehen kann, müssen wir erst noch die richtige Tonmasse auswählen. Es gibt viele verschiedene Tonarten und für jede Art der Töpfertechnik ist ein anderer Ton zu wählen. Ton ist ein Naturprodukt und je nach Zusammensetzung von Gesteinsmaterialien und je nach Fundort ist der Ton unterschiedlich in Qualität, Farbe, Trockenheit und Formbarkeit. Im Fachhandel erhält man Ton der aus verschiedenen Tonen gemischt wird. Die verschiedenen Mischungen haben wiederum auch unterschiedliche Brenntemperaturen.

  1. Erste Arbeiten mit Ton für die Wulsttechnik:  der erste Arbeitsschritt ist immer (das gilt grundsätzlich) den Ton zu kneten und schlagen um den Ton geschmeidig zu bekommen, außerdem werden Luftblasen aus dem Ton entfernt, die beim Brennvorgang schädlich wären (das Objekt könnte reißen oder platzen).
  2. Wulsttechnik bedeutet, wir arbeiten aus dem Ton Würstchen heraus  die wir aus Ton gleichmäßig rollen und aufeinandersetzen. Je nachdem was wir anfertigen wollen, z.B. bei einer Vase muss zuerst ein Boden ausgerollt werden, rund ausgeschnitten, und darauf können die Tonwülste am Rand aufeinandergesetzt werden. Die einzelnen Tonwülste werden mit Tonschlicker verklebt und dann glattgestrichen, mit einem Modellierholz und dem Gummispatel.
  3. Zur Erklärung Tonschlicker:   Beim Töpfern gehört das Herstellen von Schlicker zu den grundlegenden Arbeitsschritten. Der verwendete Schlicker besteht dabei aus Ton und Wasser, weshalb in diesem Zusammenhang auch von Tonschlicker gesprochen wird. Dieser Tonschlicker wird hauptsächlich als Bindemittel und als Verstreichmasse genutzt. Als Bindemittel kommt Tonschlicker zum Einsatz, wenn an einer Töpferarbeit Griffe, Henkel, Verzierungen und andere Elemente angebracht werden sollen.
  4. Es ist sehr wichtig, darauf zu achten, dass der Ton weich bleibt, denn nur so lassen sich die Tonwürste dicht und ohne Lufteinschlüsse miteinander verbinden. Um zu vermeiden, dass die Töpferarbeit zu schnell trocknet, sollte sie deshalb hin und wieder mit ein wenig Wasser besprüht werden. Den Ton, der gerade nicht gebraucht wird, mit einem feuchten Tuch abdecken.
  5. Um dem Objekt eine Form zu geben, z. B der Vase, muss man innen beim Glattstreichen von aussen dagegen drücken um einen bauchigen Grund zu erhalten und nach oben hin schmaler werden zu lassen. Als Abschuss setzen wir eine letzte Tonwulst auf den Rand und formen den Rand nach Belieben.
  6. Zum Schluss können dem Objekt Muster auf verschiedene Weisen zugefügt werden. Zum Beispiel, mit einem scharfen Messer Rillen einritzen, oder mit dem Modellierholz Kerben eingedrückt werden.
  7. Das fertige Tonobjekt wird dann ein paar Tage in einem warmen trockenen Raum abgedeckt zum Trocknen stehen gelassen (am Besten auf dem Brett). Erst dann kann es gebrannt werden, wenn kein Ofen vorhanden, kann es bei einem Töpfer gebrannt werden.

 Fortsetzung folgt………..

Für ausführliche Beschreibung und Erklärungen,  hier der Quelltext:

Quelle: http://www.anleitung-zum-toepfern.de/fachartikel-zum-thema-toepfern/grundwissen-zum-werkstoff-ton/

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